Minister Stöger, helfen Sie Schwangeren in Konfliktsituationen!

Petition an: den österreichischen Gesundheitsminister Alois Stöger

 

Minister Stöger, helfen Sie Schwangeren in Konfliktsituationen!

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Minister Stöger, helfen Sie Schwangeren in Konfliktsituationen!

Neues zur Petition (01.08.2014): Laut Medienberichten lehnen sowohl das Bundesland Tirol als auch das Bundesland Vorarlberg, trotz massivem Drucks des Bundesministers Stöger, die Ermöglichung von Abtreibung in ihren öffentlichen Spitälern ab.

Ein herzliches Dankeschön an alle Unterzeichner dieser Petition, die durch ihre Unterstützung mitgeholfen haben, dem Ansinnen des Ministers einen Riegel vorzuschieben.


Der österreichische Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) will „in allen Regionen Österreichs“ Schwangerschaftsabbrüche in öffentlichen Spitälern einführen. Im Burgenland sollen ab Herbst Ärzte aus anderen Bundesländern Abtreibungen durchführen. Dass die öffentlichen Spitäler in Tirol und Vorarlberg Abtreibungen nicht durchführen wollen, ist Minister Stöger ein Dorn im Auge.

In Österreich ist Abtreibung nicht legal, sondern lediglich straffrei. Die Straffreiheit brachte eine Bewusstseinsänderung mit sich: Je länger Abtreibung als normal gilt, desto mehr schwindet das Unrechtsbewusstsein. Oftmalige Folge ist eine Erwartungshaltung an und Druck auf schwangere Frauen, die vom Umfeld, von der erweiteten Familie oder vom Kindesvater selbst ausgehen.

Die gesetzlich erforderliche ärztliche Beratung vor der Abtreibung kann von jedem Arzt durchgeführt werden, also auch vom Abtreibungsarzt selbst, der an der Abtreibung verdient.

Es gibt in Österreich keine Statistiken über die Anzahl der Abtreibungen oder anonyme Motivforschungen, was konkrete Hilfeleistungen erschwert. In den meisten europäischen Ländern gibt es nach der Abtreibungsberatung eine mehrtägige Bedenkzeit. Diese trägt dazu bei, dass die Entscheidung nicht in einem emotionalen Ausnahmezustand getroffen wird. In Österreich gibt es leider keine gesetzlich vorgeschriebene Bedenkzeit.

Die Forderung von Gesundheitsminister Stöger, die Abtreibung weiter auszubauen, anstatt die oben beschriebenen, sowie weitere Missstände zu beseitigen, verdeutlichen: Es geht dem Herrn Gesundheitsminister weniger um die betroffenen Frauen, sondern viel mehr um Parteiideologie.

Fordern wir den Gesundheitsminister mit dieser Petition auf, seine Haltung zu überdenken und stärken wir mit der Unterzeichnung dieser Kampagne die Position derer, die für die Autonomie der öffentlichen Spitäler und für die Gewissensfreiheit der Ärzte eintreten, sowie die politischen Kräfte vor Ort, die sich den Forderungen des Ministers verwehren.

Nebenstehendes E-Mail ergeht seit dem 25.08.2014 in Kopie auch an Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl, der sich, im Gegensatz zu den Landeshauptleuten Tirols und Vorarlbergs, noch nicht klar gegen die Abtreibungspläne im Burgenland positioniert hat.


Medienecho aus Tirol:
Abtreibung: Stöger macht Druck auf Landeshauptleute: http://tirol.orf.at/news/stories/2660992/
Abtreibung nur noch im Westen tabu: http://tirol.orf.at/news/stories/2659854/
Kein Schwangerschaftsabbruch in Krankenhäusern: http://tirol.orf.at/news/stories/2635063/

Medienecho aus Vorarlberg:
Vorarlberg-Heute vom 01.08.2014: http://tvthek.orf.at/program/Vorarlberg-heute/70024/Vorarlberg-heute/8253909
LH Wallner gegen Abtreibungen an Spitälern: http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2660836/
Diskussion über Abtreibung in Spitälern: http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2659852/

Medienecho aus dem Burgenland:
http://diepresse.com/home/leben/gesundheit/3835988/Abtreibungen-sollen-auch-im-Burgenland-moglich-sein-

+ E-Mail/Mitteilung an:

Diese petition ist...

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Minister Stöger, helfen Sie Schwangeren in Konfliktsituationen!

Sehr geehrter Herr Minister Stöger,

Haben Sie keine besseren Antworten auf die Nöte der Frauen und Familien?

Schätzungen zufolge werden in Österreich pro Jahr mindestens 30.000 Abtreibungen vorgenommen. Dies ist deutlich mehr als in vergleichbaren Ländern.

Herr Minister Stöger, wenn Sie Frauen konkret helfen wollen, warum veranlassen Sie keine Statistik- und Motivforschung sowie eine Trennung von beratendem und abtreibendem Arzt?

Wie Sie wissen, gibt es in Österreich keine Bedenkzeit zwischen Beratung und Abtreibung, obwohl Psychologen übereinstimmen, dass eine „Cool-Off-Phase“ bei solch schweren inneren und äußeren Konflikten dringend notwendig wäre. Selbst bei schönheitschirurgischen Eingriffen muss eine 14-tägige Bedenkzeit eingehalten werden.

Herr Minister, wenn es Ihnen tatsächlich um die betroffenen Frauen geht, weshalb unternehmen Sie dann keine Schritte für eine Bedenkzeit?

Herr Minister Stöger, betroffene Frauen brauchen Beratung und Hilfe, nicht weitere Abtreibungsstätten. Weshalb haben Sie nicht schon längst die Einrichtung eines öffentlichen Hilfsfonds, der schnell und flexibel Schwangeren in Konfliktsituationen helfen kann, veranlasst?

Ihr Parteigenosse Kreisky sagte: „Man muss alles tun, um im Bereich der Politik diesen ganzen Paragraphen so obsolet zu machen, wie dies mit den Mitteln der Politik, der Psychologie und auch der Moral nur geht, um die Frau zu veranlassen, dass sie dann, wenn sie empfangen hat, das Kind behält.“

Herr Minister Stöger, Ihre Bemühungen tragen kaum dazu bei, Frauen in Konfliktsituationen nachhaltig zu unterstützen bzw. die Anzahl der von Abtreibung und deren Folgeerscheinungen betroffenen Frauen zu verringern. Die allermeisten Frauen treffen diese Entscheidung keineswegs leichtfertig.

Herr Gesundheitsminister, leisten Sie einen konstruktiven Beitrag im Sinne der betroffenen Frauen und helfen Sie bitte mit, die Umstände so zu gestalten, dass sich Frauen wieder vermehrt für ihr Kind entscheiden können. Warum fordern Sie das Gegenteil?

[Ihr Name]

Minister Stöger, helfen Sie Schwangeren in Konfliktsituationen!

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