Militärmusik und österreichische Blasmusikkultur erhalten!

Petition an: Verteidigungsminister Mag. Hans Peter Doskozil

 

Militärmusik und österreichische Blasmusikkultur erhalten!

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Militärmusik und österreichische Blasmusikkultur erhalten!

Neues zur Petition (16.05.2016): „Seit seinem Amtsantritt sei das Thema Militärmusik ‚die causa prima‘ gewesen, sagte Klugs Nachfolger im Amt, Hans Peter Doskozil (SPÖ), am Mittwoch vor Journalisten. Der Sparkurs habe die Militärmusik im vergangenen Jahr auf Ensembles reduziert, jetzt stellt Doskozil ‚die volle Spielfähigkeit‘ wieder her. In den Bundesländern sollen demnach die Militärmusikkapellen künftig wieder über 46 [statt 20, Anm.], die Gardemusik in Wien über 63 Musiker verfügen.“
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/825182_Weiter-mit-klingendem-Spiel.html
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/5021806/Militaermusik-spi...


Die vor Weihnachten angekündigte Reduzierung der Militärmusikkapellen in den Bundesländern von 50 auf nur mehr 20 Musikanten wird nun bereits ab Sommer 2015 umgesetzt. Die Reduzierung auf 20 Musikanten ist sehr bedenklich, weil…

  • …mit nur mehr 20 Musikanten kaum mehr Hymnen, Zapfenstreiche und Märsche gespielt werden können und diese Reduzierung somit eine Vorstufe zur endgültigen Auflösung der Militärmusikkapellen sein könnte.
  • …die Militärmusikkapellen ein wesentliches Bindeglied zwischen jungen Musikanten und den Musikvereinen in den Kommunen darstellen.
  • …viele ehemalige Musikanten von Militärmusikkapellen sich nach ihrer Zeit beim Bundesheer ehrenamtlich in ihren örtlichen Vereinen einbringen. Die Vereine profitieren von der guten Ausbildung und dem Können ehemaliger Militärmusikanten.
  • …ein Grundwehrdiener dem Steuerzahler grundsätzlich gleich viel kostet: Ob er nun vermehrt Sport treibt oder ein Instrument spielt, ist aus finanzieller Sicht eher nebensächlich.
  • …österreichische Militärmusikkapellen bei internationalen Musikwettbewerben eine wichtige Botschafterrolle und Werbefunktion Österreichs im Ausland wahrnehmen.
  • …bei einer Verkleinerung allem Anschein nach manche Militärmusik-Offiziere (früh)pensioniert werden, obwohl sie ihr wertvolles musikalisches Wissen an die junge Generation weitergeben könnten.

Anstatt die Militärmusikkapellen zu verkleinern, sollte das Österreichische Bundesheer bzw. der zuständige Verteidigungsminister Klug lieber dafür Sorge tragen, dass mit dem rigiden Sparkurs an den richtigen Stellen angesetzt (Personalkosten in obersten Führungsebenen, Reduzierung des Personalstandes ebendort, etc.), sowie der Volksentscheid (Ergebnis der Volksbefragung vom Jänner 2013) vollumfänglich und nachhaltig akzeptiert wird. Eine Demontage des Bundesheeres durch die Hintertür, der nun auch die Militärmusik zum Opfer fallen soll, scheint zwar im Gange zu sein, widerspricht aber offensichtlich dem Willen der Staatsbürger.

Mit der Unterzeichnung dieser Petition an Verteidigungsminister Mag. Gerald Klug treten wir dafür ein, dass sämtliche Militärmusikkapellen in allen neun österreichischen Bundesländern in einem entsprechenden Umfang (20 Musikanten sind dezidiert zu wenig) erhalten bleiben, damit auch zukünftig Hymnen, Zapfenstreiche, Märsche usw. auf kuluturell hochstehendem Niveau gespielt werden können. Die Militärmusikanten stellen ein wichtiges kulturelles Reservoir musikalischer Tradition dar und sind als Träger dieses Wissens ein wichtiges Fundament für das ehrenamtliche Österreichische Musikvereinswesen.


Weitere Informationen:

http://noe.orf.at/news/stories/2707166/

http://noe.orf.at/news/stories/2702239/

http://kurier.at/politik/inland/bedrohte-militaermusik-zivilmusiker-proben-aufstand/122.835.804

http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2703952/

+ E-Mail/Mitteilung an:

Diese petition ist...

Gewonnen!

Militärmusik und österreichische Blasmusikkultur erhalten!

Sehr geehrter Herr Verteidigungsminister,

Die Österreichische Militärmusik ist ein überaus wichtiger Bestandteil österreichischer Geschichte, österreichischer Kultur und österreichischer Tradition.

Wer sich mit ihr über das zufällige Anhören eines Marsches hinaus befasst, trifft auf Namen, die man nicht unbedingt in diesem Zusammenhang erwarten würde: Johannes Brahms, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Michael Haydn, Franz von Suppé, Antonin Dvorak, Gioacchino Rossini, Richard Wagner, Johann Strauß Vater, Johann Strauß Sohn, Carl Michael Ziehrer, Franz Lehar, Julius Fucik, …

Die neun österreichischen Militärmusikkapellen sind wichtige musikalische und zeremonielle Imageträger des österreichischen Bundesheeres, des Blasmusikwesens und im Besonderen des gesamten Österreichischen Kulturgutes. Sie dienen als Kaderschmiede der Fortbildung aller interessierten Blasmusiker eines Landes, die dieses Wissen meist ein Leben lang ehrenamtlich in ihren Musikvereinen in den Gemeinden umsetzen und so den Fortbestand der großen Tradition der blasmusikalischen Volkskultur sichern.

Bei der Militärmusik Aufnahme zu finden ist für wehrpflichtige Musikanten eine besondere Auszeichnung.

Die jungen Rekruten verdienen wenig und was deren Ausbildung kostet, ist ein Bruchteil von dem, was sie unserem Land in kultureller Hinsicht leisten und zurückgeben.

Nach dem Dienst bei der Militärmusik sind diese Männer landauf - landab oftmals die Säulen unserer Musikkapellen. Dort wiederum ist unsere Jugend gut aufgehoben – es werden die richtigen Werte gelebt, die Musikkapelle ist vor Ort eine unabkömmliche Säule im Jahreskreis der gesellschaftlichen und kirchlichen Feiern, ganz abgesehen von der Bedeutung für den Tourismus.

Nun diese Kaderschmiede zu zerschlagen ist bestimmt der falsche Weg! Eher eine Schande für ein an und für sich so reiches Land wie Österreich.

Wenn sich das oftmals gängige Muster, Sparpläne als Reformen zu verkaufen, durchsetzt, ist wohl auch zu Recht der Verdacht gegeben, dass Sie, Herr Verteidigungsminister, lediglich versuchen, über Umwege zum "ursprünglichen Wunschergebnis" der Volksbefragung zu gelangen. Denn es scheint nicht wohlüberlegt zu sein, mit welchen Maßnahmen man wirklich sparen könnte. Das nach der Verkleinerung der Militärmusikkapellen beispielsweise nicht mehr benötigte Personal kann nicht einfach gekündigt werden - also fällt diese Sparmaßnahme weg. Zusätzlich würden beispielsweise die Transportkosten der anderen Militärmusikkapellen steigen und nicht wie angenommen sinken, da zum Beispiel die Militärmusik Tirol für Zapfenstreiche oder Angelobungen hinkünftig extra nach Vorarlberg reisen müsste...

In sozialen Netzwerken gibt es bereits die ersten Zeichen des Aufschreies.

Herr Verteidigungsminister, handeln Sie bitte im Sinne der Militärmusikkapellen und der tausenden, auf ehrenamtlicher Basis beruhenden, Musikvereine in Österreich und verfügen Sie nicht das Gegenteil!

[Ihr Name]

Militärmusik und österreichische Blasmusikkultur erhalten!

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