Für die Erhaltung der Schönheit des Linzer Domes, statt Geldverschwendung zur Zerstörung des Altarraumes

Petition an: den Linzer Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer

 

Für die Erhaltung der Schönheit des Linzer Domes, statt Geldverschwendung zur Zerstörung des Altarraumes

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Für die Erhaltung der Schönheit des Linzer Domes, statt Geldverschwendung zur Zerstörung des Altarraumes

Der original neugotische Hochaltar unseres heiligmäßigen Bischof Rudigier aus dem 19. Jahrhundert ist der wunderbare Mittelpunkt des Linzer Domes. Doch der bestehende Volksaltar - bzw. sein Podest ist schon etwas altersschwach und bedarf möglicherweise einer Sanierung.

Die Verantwortlichen des Linzer Domes planen stattdessen jedoch eine vollständige Umgestaltung des Altarraumes im Linzer Neuen Dom, dem Dom zur unbefleckten Empfängnis Mariens. Diese Baumaßnahmen sollen ungefähr 1.000.000 Euro an Kirchenbeiträgen, Spendengeldern oder anderen Mitteln der Diözese kosten.

Eine schöne und kunstgerechte Sanierung des Altarraumes würde sehr viel weniger kosten.

Wir bitten deshalb Herrn Diözesanbischof Dr. Scheuer, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, damit

  • der Volksalter ordentlich saniert wird und der Hochaltar als neugotisches Kunstwerk erhalten und gut sichtbar bleibt.
  • die nachstehenden liturgischen, künstlerischen und religiösen Gesichtspunkte eingehalten werden.

Warum ist der derzeitige Entwurf der Altarraumneugestaltung sehr mangelhaft?

  1. Der Ort der Altarinsel mit ihren Elementen Bischofssitz, Priestersitz, Ambo und Altar entspricht nicht den Bestimmungen des Römischen Messbuches. Auch ist der Tabernakel nicht in die Einheit der Elemente der Presbyteriums (Altar, Kruzifix, Ambo und Sitz) einbezogen.
  2. Die Architektur der Kirchen ist eine wichtige Komponente sakraler Kunst. In ihr muss die Einheit der besonderen Elemente des Presbyteriums – Altar, Kruzifix, Tabernakel, Ambo und Sitz – hervortreten. Diese Elemente des Presbyteriums treten im vorliegenden Entwurf einer „Altarinsel“ eben nicht deutlich hervor, sondern sind von hinten kaum sichtbar.
  3. Beim derzeitigen Entwurf ist zu wenig Platz für konzelebrierende Priester, oder Priester, die in Chorkleidung mitfeiern. Ebenso ist wenig Platz für die anderen liturgischen Dienste. Die bühnenmäßige Dominanz von Chor und Orchester mit Verdeckung des Hochaltares ist liturgisch unpassend.
  4. Offenbar ist eine Versammlung der Gemeinde an einem gedeckten Tisch die Grundidee der sogenannten „Altarinsel“. Der Opfercharakter der Messe wird dadurch ausgeklammert. Es wird theologisch-künstlerisch nur die „Gedeckte Tafel“ – der Versammlungs- und Mahlcharakter – und nicht auch der Opfercharakter der Eucharistiefeier zum Ausdruck gebracht. Der wahre Inhalt unseres Glaubens, die Lebenshingabe, der Erlösungstod Jesu am Kreuz wird bei dieser „Altarinsel“ künstlerisch nicht aufgegriffen und umgesetzt sondern vertuscht.
  5. Für uns Katholiken ist ja der Mahltisch traditionell die Kommunionbank, nicht der Opferaltar, an dem der Kreuzestod Jesu, Gottes Sohn unblutig vollzogen wird. In dieser Liturgie, im heiligen Opfer der Eucharistie, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung. So trägt sie in höchstem Maße dazu bei, dass das Leben der Gläubigen Ausdruck und Offenbarung des Mysteriums Christi und des eigentlichen Wesens der wahren Kirche wird. Ihr ist es eigen zugleich göttlich und menschlich zu sein, sichtbar und mit unsichtbaren Gütern ausgestattet.
  6. Diese Liturgie ist der unveränderliche Höhepunkt, dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft strömt. Wenn wir sie zerstören, zerstören wir letztlich unseren Glauben.
  7. Ein derartig weitreichender Umbau würde den Charakter dieser altehrwürdigen Kirche zerstören. Nicht ein Tisch soll im Blick der Betenden sein, sondern im Gesamt-Konzept dieses Domes ist entscheidend, dass der Blick auf die Immaculata, auf Maria, die unbefleckte Empfängnis gerichtet ist.

Es besteht keine dringende Notwendigkeit in Zeiten großer sozialer Herausforderungen und finanzieller Notlagen so eine Neugestaltung mit dem horrenden Finanzaufwand von 1 Million EURO durchzuführen. Noch dazu wo die unbedingt notwendige Turmrestaurierung mit einem prognostizierten Finanzaufwand von drei Millionen Euro unmittelbar bevorsteht!

Sämtliche Unterschriften dieser Petition werden von den Initiatoren von BCW gesammelt und nach Abschluss der Petition wird die Anzahl der Unterschriften notariell beglaubigt. Dem Bischof und der Diözesanadministration werden lediglich die notariell beglaubigte Anzahl der Unterschriften, sowie anbeistehender Petitionsbrief übermittelt werden.

PS und Kommentar, Ende Mai 2016:

1. Was nun der wirkliche Grund für die umfassende Umgestaltung nicht nur des Altarraumes sondern auch der Vierung des Domes ist, konnten wir trotz Bemühungen nicht festellen. Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass der Volksaltar oder der Hochaltar oder beide einer Sanierung bedürfen. Nunmehr stellt sich heraus, dass weder Hochaltar noch Volksaltar beschädigt sind. Möglicherweise sind irgendwelche anderen Elemente desolat, etwa das Podest (Nach Aussage des Mesners soll es dort "gemiachtelt" haben). Wie auch immer - all das macht es nicht besser, eher schlimmer: Offenbar gibt es gar keinen triftigen Grund für solche kostenintensiven Umbaumassnahmen.

2. Und ob Diözesangelder direkt oder indirekt, oder Spendengelder der Diözesangläubigen mit oder ohne Zwischenschaltung eines Vereines, von Stiftungen oder ob sonstige Tricks verwendet werden, ändert nichts am Skandal. Die Ausgaben bleiben gleich UND sie sind hoch. Viel zu hoch. Und der Bischof ist in seiner eigenen Diözese der oberste Letztverantwortliche auch für alle Pfarren (Dompfarre!), kirchlliche Spendengelder, Vereine und Stiftungen!

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Weitere Informationen:
https://www.dioezese-linz.at/news/2015/07/07/altarraumgestaltung-neu-im-linzer-mariendom-das-atmen-des-raums-erfahrbar-machen
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Umbau-im-Neuen-Dom-Altar-soll-weiter-in-die-Mitte;art66,1605692
https://www.dioezese-linz.at/portal/home/news/article/16740.html
http://www.meinbezirk.at/linz/lokales/altarraum-im-mariendom-wird-neu-gestaltet-d1407796.html
http://www.österreich.at/chronik/Neuer-Altar-fuer-Linzer-Dom/195458109
http://kath.net/news/46579
http://religion.orf.at/stories/2720143/
http://www.kirchenzeitung.at/newsdetail/rubrik/eine-gedeckte-tafel/
http://www.atheisten-info.at/infos/info2007.html

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Petition an: den Linzer Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer

Sehr geehrter Herr Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer,

Der original neugotische Hochaltar unseres heiligmäßigen Bischof Rudigier aus dem 19. Jahrhundert ist der Mittelpunkt des Linzer Domes.  Doch der Volksaltar ist in die Jahre gekommen und schon etwas sanierungsbedürftig.

Leider planen die Verantwortlichen des Linzer Domes statt einer Sanierung eine völlige Umgestaltung des Altarraumes im Linzer Neuen Dom, dem Dom zur unbefleckten Empfängnis Mariens. Diese Baumaßnahmen sollen ungefähr eine Million Euro an Spendengeldern oder anderen Mitteln der Diözese kosten.

Eine schöne und kunstgerechte Sanierung des Altarraumes würde sehr viel weniger kosten.

Darum bitten wir Sie, hochwürdigster Herr Diözesanbischof Dr. Scheuer, alles in Ihrer Macht stehende zu unternehmen, damit

  • der Volksalter ordentlich saniert wird und der Hochaltar als neugotisches Kunstwerk erhalten und gut sichtbar bleibt.
  • die nachstehenden liturgischen, künstlerischen und religiösen Gesichtspunkte eingehalten werden.

Warum ist der derzeitige Entwurf der Altarraumneugestaltung sehr mangelhaft?

  1. Der Ort der Altarinsel mit ihren Elementen Bischofssitz, Priestersitz, Ambo und Altar entspricht nicht den Bestimmungen des Römischen Messbuches. Auch ist der Tabernakel nicht in die Einheit der Elemente der Presbyteriums (Altar, Kruzifix, Ambo und Sitz) einbezogen.
  2. Die Architektur der Kirchen ist eine wichtige Komponente sakraler Kunst. In ihr muss die Einheit der besonderen Elemente des Presbyteriums – Altar, Kruzifix, Tabernakel, Ambo und Sitz – hervortreten. Diese Elemente des Presbyteriums treten im vorliegenden Entwurf einer "Altarinsel" eben nicht deutlich hervor, sondern sind von hinten kaum sichtbar.
  3. Beim derzeitigen Entwurf ist zu wenig Platz für konzelebrierende Priester, oder Priester, die in Chorkleidung mitfeiern. Ebenso ist wenig Platz für die anderen liturgischen Dienste. Die bühnenmäßige Dominanz von Chor und Orchester mit Verdeckung des Hochaltares ist liturgisch unpassend.
  4. Offenbar ist eine Versammlung der Gemeinde an einem gedeckten Tisch die Grundidee der sogenannten "Altarinsel". Der Opfercharakter der Messe wird dadurch ausgeklammert. Es wird theologisch-künstlerisch nur die „Gedeckte Tafel“ – der Versammlungs- und Mahlcharakter – und nicht auch der Opfercharakter der Eucharistiefeier zum Ausdruck gebracht. Der wahre Inhalt unseres Glaubens, die Lebenshingabe, der Erlösungstod Jesu am Kreuz wird bei dieser "Altarinsel" künstlerisch nicht aufgegriffen und umgesetzt sondern vertuscht.
  5. Für uns Katholiken ist ja der Mahltisch traditionell die Kommunionbank, nicht der Opferaltar, an dem der Kreuzestod Jesu, Gottes Sohn unblutig vollzogen wird. In dieser Liturgie, im heiligen Opfer der Eucharistie, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung. So trägt sie in höchstem Maße dazu bei, dass das Leben der Gläubigen Ausdruck und Offenbarung des Mysteriums Christi und des eigentlichen Wesens der wahren Kirche wird. Ihr ist es eigen zugleich göttlich und menschlich zu sein, sichtbar und mit unsichtbaren Gütern ausgestattet.
  6. Diese Liturgie ist der unveränderliche Höhepunkt, dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft strömt. Wenn wir sie zerstören, zerstören wir letztlich unseren Glauben.
  7. Ein derartig weitreichender Umbau würde den Charakter dieser altehrwürdigen Kirche zerstören. Nicht ein Tisch soll im Blick der Betenden sein, sondern im Gesamt-Konzept dieses Domes ist entscheidend, dass der Blick auf die Immaculata, auf Maria, die unbefleckte Empfängnis gerichtet ist.

Es besteht keine dringende Notwendigkeit in Zeiten großer sozialer Herausforderungen und finanzieller Notlagen so eine Neugestaltung mit dem horrenden Finanzaufwand von 1 Million EURO durchzuführen. Noch dazu wo die unbedingt notwendige Turmrestaurierung mit einem prognostizierten Finanzaufwand von drei Millionen Euro unmittelbar bevorsteht!

Herr Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer, aus oben dargelegten Abwägungen appellieren wir an Sie, den liturgisch und historisch wertvollen Altarraum professionell restaurieren zu lassen, anstatt mit Spenden, Kirchenbeitragsgeldern und anderen Mitteln, den Altarraum spontanen Experimenten zu opfern. Unser ehrwürdiger Dom verdient respektvollen Umgang mit seinem liturgisch-historischen Erbe.

Exzellenz, wir zählen auf Ihre Veranlassungen und wünschen Ihnen viel Kraft und Weisheit in Ihrer Arbeit! Vielen herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]

Für die Erhaltung der Schönheit des Linzer Domes, statt Geldverschwendung zur Zerstörung des Altarraumes

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