Freilassung der pakistanischen Christen Shagufta und Shafqat!

Diesem armen christlichen Ehepaar droht die Todesstrafe

 

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Freilassung der pakistanischen Christen Shagufta und Shafqat!

Nach der Freilassung Asia Bibis konzentrieren sich die Bemühungen pakistanischer Menschenrechtsaktivisten auf einen weiteren Blasphemiefall:

Shagufta Kauser und ihr behinderter Ehemann Shafqat Masih werden beschuldigt, blasphemische Textnachrichten an einen muslimischen Geistlichen versandt zu haben. Bei den Beschuldigungen wird völlig außer Acht gelassen, dass beide, sowohl Shagufta, als auch ihr Ehemann, wie so viele Menschen in den ländlichen Regionen Pakistans Analphabeten sind, und weder lesen noch schreiben können. Dazu kommt, dass die blasphemischen Textnachrichten, um die es geht, in englischer Sprache verfasst sind.

Shagufta und ihr Ehemann befinden seit ihrer Verhaftung im Jahr 2013 im Gefängnis und es ist eine gewisse Ironie der Geschichte, dass Shagufta in derselben Zelle im Provinzgefängnis von Multan einsitzt, in dem auch Asia Bibi längere Zeit verbrachte.

Seit vielen Monaten warten Shagufta und Shafqat auf die Berufungsverhandlung über die gegen sie verhängte Todesstrafe, ein Urteil, das der High Court in Lahore im Jahr 2014 gefällt hatte.

Vor ihrer Verhaftung lebten die Eheleute in einem Kirchhof in der Stadt Gojra in der an Indien grenzenden Provinz Punjab. Shagufta hatte dort als Reinigungskraft und „Mädchen für Alles“ an der örtlichen von der Kirche betriebenen Schule gearbeitet. Sie musste mit ihrem dürftigen Einkommen die Familie mit dem Nötigsten versorgen, nachdem ihr Ehemann nach einem im Jahr 2004 erlittenen Unfall von der Hüfte abwärts gelähmt ist.

Es scheint so zu sein, dass auf der Arbeitsstelle Frau Kausers von einem Freund ihres Beschuldigers eine Kopie ihrer Ausweisdokumente angefertigt wurde, die dann benutzt wurde, um jene SIM-Karte zu kaufen, von der aus die blasphemischen Nachrichten versandt wurden. Das Motiv dazu scheint eine anhaltende Verärgerung zu sein, die auf einen Streit zwischen den Kindern Shaguftas und den Kindern der Beschuldiger folgte, obwohl dieser 8 Monate vor dem Versand der blasphemischen Textnachrichten stattfand.

Polizei und Anklagebehörden waren nicht in der Lage, gegen das Paar sprechende Beweise vorzulegen. Die SIM-Karte, die dem Gericht vorgelegt wurde, stellte sich als Schwindel heraus und das Handy, von dem die Texte versandt wurden, wurde nicht aufgefunden. Die gesamte Anklage beruht letztlich auf dem Quittungsbeleg für eine SIM-Karte, die ein örtlicher Händler verkauft hatte.

Nach seiner Verhaftung wurde Herr Masih in der örtlichen Polizeistation durch Folter zu einem Geständnis gezwungen. Er machte dieses Geständnis in der Hoffnung, dass seine Frau, der ebenfalls Folter angedroht wurde, verschont würde.

Das Paar wird vor Gericht von Saif-ul Malook, demselben tapferen Anwalt, der auch Asia Bibi verteidigt hatte, vertreten. Im Zusammenhang mit der Verurteilung der Folter, der Herr Masih ausgesetzt war hat Anwalt Malook auch die Befürchtung zum Ausdruck gebracht, dass der Richter, der die Todesstrafe gegen das Ehepaar verhängte, durch Anwälte und religiöse Anführer aus der Gemeinschaft massiv eingeschüchtert und unter Druck gesetzt worden ist.

Es wird berichtet, dass sowohl Shagufta Kauser, als auch ihr Ehemann unter schweren Depressionen leiden, nachdem sie über sechs Jahre lang getrennt und in verschiedenen Gefängnissen inhaftiert sind. Darüber hinaus gibt es einen aktuellen ärztlichen Befund, der zu dem Schluss kommt, dass Shafqats Gesundheit massiv bedroht ist, da seine Wirbelsäule massiv beschädigt ist, weil er lange Zeit auf einem Bett liegen musste, von dem er sich nicht aus eigener Kraft erheben kann.

Das Paar hat vier Kinder im Alter von 9 bis 15 Jahren, die sich in der Obhut einer Tante befinden und mittlerweile auch um ihr Leben fürchten.

Pakistans Blasphemiegesetze werden von Muslimen oft gegen Christen und die Angehörigen anderer Minderheiten eingesetzt. Es herrscht nach der Freilassung und Ausreise Asia Bibis weiterhin eine angespannte Atmosphäre und es gibt massive Vorurteile, so dass es für Shagufta und ihren Ehemann schwierig ist, ein faires Verfahren zu bekommen.

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition und bitten Sie mit ihr Pakistans Premierminister Imhran Khan, zu intervenieren und die umgehende Freilassung Shaguftas und Shafqats sicherzustellen.


Weitere Informationen (Auswahl):
https://www.die-tagespost.de/politik/aktuell/Wie-Blasphemie-Gesetze-die-Meinungsfreiheit-einschraenken;art315,196816
https://csi-schweiz.ch/artikel/quasi-analphabeten-wegen-sms-zum-tod-verurteilt/
https://www.welt.de/politik/ausland/article126635067/Todesurteil-gegen-christliches-Ehepaar-wegen-SMS.html
https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2019-06/pakistan-blasphemie-christen-religionsfreiheit-gerechtigkeit.html

 


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Freilassung der pakistanischen Christen Shagufta und Shafqat!

Sehr geehrte Herr Premierminister Imhran Khan,

Das Ehepaar Shagufta Kauser und Shafqat Masih wurden wegen politisch motivierter Blasphemiebeschuldigungen zum Tode verurteilt.

Shagufta und ihr Ehemann Shafqat, der von der Hüfte abwärts gelähmt ist, sitzen seit mehr als 5 Jahren in der Todeszelle. Sie werden beschuldigt, blasphemische Textnachrichten versandt zu haben, obwohl beide Analphabeten sind und diese Nachrichten in englischer Sprache versandt wurden. Einer Sprache, die ihnen völlig fremd ist. Die Anklagebehörden waren nicht in der Lage, auch nur den geringsten Zusammenhang zwischen dem Ehepaar und dem Handy, von dem die blasphemischen Texte versandt wurden, herzustellen und zu beweisen.

Herr Masih wurde unmenschlich behandelt. Er wurde durch Folter dazu gezwungen, ein falsches Schuldeingeständnis abzulegen und jetzt ist seine Gesundheit ernsthaft bedroht, da er durch seine Behinderung sein Bett nicht verlassen kann, so dass sein Rücken wundgelegen und mit Geschwüren (Dekubitus) überzogen ist.

Beide, sowohl Herr Masih, als auch seine Frau, leiden zudem unter psychischen Problemen, nachdem sie seit sechs Jahren voneinander getrennt sind und sich große Sorgen um ihre Kinder machen, die von einer Verwandten versorgt werden müssen und sich ebenfalls in Gefahr befinden.

Pakistans Blasphemiegesetze werden von Fanatikern allzu oft dazu verwendet, Christen und die Angehörigen anderer Minderheiten zu verfolgen.

Nach der Freilassung und Ausreise Asia Bibis gibt es derzeit viele Vorurteile gegenüber der christlichen Minderheit in Pakistan. Dies macht es für Frau Kauser und ihren Ehemann um so schwerer, ein faires Gerichtsverfahren zu bekommen. Es ist unverantwortlich, einen behinderten Mann, der keinerlei Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, in einem Gefängnis gefangen zu halten, das seinen durch die Behinderung bestehenden Bedürfnissen in keinster Weise entsprechen kann. Vor allem angesichts der Tatsache, dass er völlig unschuldig zu sein scheint.

Deshalb möchte ich Sie inständig bitten, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um in diesem Fall zu intervenieren und die umgehende Freilassung des Paares zu veranlassen, sowie sicherzustellen, dass es mit seinen Kindern zukünftig in Sicherheit leben kann.

Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]

Freilassung der pakistanischen Christen Shagufta und Shafqat!

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