Minderheiten müssen bei syrischen Waffenstillstandsgesprächen mitverhandeln

Petition an: Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon

 

Minderheiten müssen bei syrischen Waffenstillstandsgesprächen mitverhandeln

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Minderheiten müssen bei syrischen Waffenstillstandsgesprächen mitverhandeln

Die Gespräche über ein Waffenstillstandsabkommen zwischen der syrischen Regierung von Bashar Al-Assad und syrischen Rebellengruppen begannen am 1. Februar 2016 und wurden bereits zwei Tage später wieder abgebrochen. Eine Wiederaufnahme der Gespräche ist für Ende Februar 2016 geplant.

Höchst bedenklich ist allerdings, dass keine Vertreter ethnischer und religiöser Minderheiten, wie beispielsweise Christen, Jesiden, Kurden, Chaldäer, Drusen, Assyrer und andere bei den Waffenstillstandsgesprächen teilnahmen. Weder die Syrische Regierung, noch diverse – hauptsächlich islamistische - Rebellen können stellvertretend für andere ethnische und religiöse Minderheiten verhandeln.

Noch im Jahr 2011 lebten beispielsweise ungefähr 2 Millionen Christen in Syrien. Viele von ihnen sind geflohen oder wurden vom „Islamischen Staat“ und anderen islamistischen Mördergruppen umgebracht.

Während Christen, Jesiden, Kurden, Chaldäer, Drusen, Assyrer und andere unter der Herrschaft von Bashar Al-Assad verhältnismäßig ungestört leben konnten, Religionsfreiheit genossen und teilweise auch hohe Ämter im Staat bekleiden, besteht nun die Gefahr, dass ein zukünftiges Waffenstillstandsabkommen, das ohne Teilnahme der Minderheiten ausverhandelt wird, die Lebensumstände für ethnische und religiöse Minderheiten in Syrien negativ verschärft.

Es ist schlichtweg unrealistisch, dass Rebellen- und Oppositionsgruppen, die bisher Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten religiösen oder ethnischen Gruppen massenweise ermordeten, nach einer Machtübernahme mit Minderheiten besser verfahren würden. Sollte Assad endgültig stürzen, wird es in naher Zukunft kaum mehr Minderheiten in Syrien geben.

Unterzeichnen Sie deswegen diese Petition an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, damit bei der Wiederaufnahme von Waffenstillstandsverhandlungen endlich auch Vertreter ethnischer und religiöser Minderheiten aus Syrien mit am Verhandlungstisch sitzen.


Weitere Informationen:
http://www.welt.de/politik/ausland/article150156151/Syrien-im-Krieg-und-Assad-macht-Selfies-mit-Christen.html
http://www.welt.de/politik/ausland/article138396610/Die-Barbaren-wollen-uns-alle-unterwerfen.html
http://www.fr-online.de/syrien/christen-in-syrien-lieber-assad-als-der-is,24136514,32197540.html
http://www.welt.de/politik/ausland/article151749683/Unseren-Gemeinden-droht-der-voellige-Untergang.html
http://kurier.at/politik/ausland/syrien-christliche-kaempferinnen-ziehen-gegen-is-jihadisten-ins-feld/169.534.211
http://www.welt.de/politik/ausland/article121122500/Die-Christen-in-Syrien-ziehen-in-die-Schlacht.html

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Ethnische und religiöse Minderheiten müssen bei syrischen Waffenstillstandsgesprächen mitverhandeln

Sehr geehrter Herr Generalsekretär Ban Ki-moon,

Wir heißen die Bemühungen für einen Waffenstillstand in Syrien außerordentlich willkommen und bedanken uns vorab für Ihren wichtigen Einsatz für diese Sache.

Als sehr bedenklich nahm ich jedoch die Tatsache zur Kenntnis, dass bei den Waffenstillstandsgesprächen kaum Vertreter religiöser und ethnischer Minderheiten aus Syrien anwesend waren. Sie verweigern sich dadurch von vornherein der indirekten Teilnahme von Millionen syrischer Staatsbürgern an den Verhandlungen.

Dem Argument, es nähmen deshalb keine Minderheitenvertreter an den Verhandlungen teil, weil diese Minderheiten kaum an bewaffneten Auseinandersetzungen teilgenommen hätten, können wir nichts abgewinnen. Erstens, weil gerade dies ein Grund dafür ist, Minderheitenvertreter einzuladen und zweitens, weil dieses Argument nicht den Tatsachen entspricht: Vielerorts bildeten sich lokale Kampftruppen gegen islamistische Rebellen. Auch Frauen griffen zu den Waffen.

Weder Vertreter der Assad-Regierung, noch Rebellen- und Oppositionsgruppen können für die Minderheiten in Syrien verhandeln. Es ist schlichtweg unrealistisch, dass Rebellen- und Oppositionsgruppen, die bisher Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten religiösen oder ethnischen Gruppen massenweise ermordeten, nach einer Machtübernahme mit Minderheiten besser verfahren würden. Sollte Assad endgültig stürzen, wird es in naher Zukunft kaum mehr Minderheiten in Syrien geben.

Verhandlungen für einen geordneten Übergang in ein "Nachkriegssyrien" müssen die Interessen möglichst aller ethnischen und religiösen Minderheiten in Syrien berücksichtigen, damit sie auch in Zukunft wieder Teil des öffentlichen Lebens in Syrien sein können.

Herr Generalsekretär der Vereinten Nationen, veranlassen Sie bitte umgehend die Teilnahme von Minderheitenvertretern aus Syrien an den Verhandlungen, damit auch im Sinne der Minderheiten ein nachhaltiges Waffenstillstandsabkommen geschlossen werden kann.

Wir zählen auf Ihre Veranlassung und Unterstützung im Sinne der verfolgten Minderheiten Syriens. Vielen herzlichen Dank im Voraus.

[Ihr Name]

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