Selbstbestimmungsrecht von Berg-Karabach anerkennen!

Petition an: Bundesaußenminister Heiko Maas

 

Selbstbestimmungsrecht von Berg-Karabach anerkennen!

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Selbstbestimmungsrecht von Berg-Karabach anerkennen!

Aktualisierung 25. November 2020: Am Nachmittag des 25, November 2020 hat der Französische Senat mit einer fast einstimmigen Mehrheit von 305 von 306 Stimmen ein starkes Signal gesetzt, und die Französische Nationalversammlung aufgefordert, Berg-Karabach anzuerkennen!

Wir stellen also mit dieser Petition keine unsinnige oder abwegige Forderung! 

Am 26. November wird der Deutsche Bundestag über 2 Anträge zu Berg-Karabach abstimmen (einen Antrag haben CDU/CSU und SPD eingebracht, einen weiteren die AfD). Derzeit ist uns der Wortlaut dieser Anträge nicht bekannt, wir werden aktualisieren, sobald wir mehr wissen. 


Ein Neun-Punkte-Plan hat den mehr als sechswöchigen Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien um die christlich-armenische De-facto-Republik Arzach/Berg-Karabach vorerst beendet. Am 10. November 2020 unterzeichneten Russlands Präsident Wladimir Putin, Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev das Abkommen, das den Konflikt um Berg-Karabach dauerhaft lösen soll. Teile von Berg-Karabach sind an die Aserbaidschaner gefallen, darunter die symbolträchtige Stadt Schuschi. Stepanakert, die Hauptstadt Berg-Karabachs, liegt weitgehend in Trümmern.

Französische, US-amerikanische und russische Quellen bestätigten, dass sich die Militärkoalition, die seit Ende September 2020 gegen die christlich-armenische De-facto-Republik Arzach/Berg-Karabach kämpfte, aus aserbaidschanischen und türkischen Truppen sowie islamistischen Söldnern aus Syrien zusammensetzt. Der Präsident Aserbaidschans betonte bereits am 4. Oktober, dass „der aserbaidschanische Soldat sie (die Armenier) wie Hunde jagt“. Allein diese Kriegsrhetorik machte offensichtlich, dass der jüngste Überfall auf Berg-Karabach einen erneuten Versuch darstellt, eine der weltweit ältesten christlichen Gemeinschaften zu vernichten.

Armenische Christen waren Opfer des Genozids, der sich vor über 100 Jahren im Osmanischen Reich ereignete. Armenische Christen waren auch Opfer einer Kampagne der religiösen Säuberung in Berg-Karabach in den frühen 1990er Jahren und sie waren vor wenigen Jahren noch Zielscheibe von durch die Türkei unterstützten Dschihadisten in der syrischen Stadt Aleppo.

Der sich an Armeniern vollziehende Genozid auf Raten muss dauerhaft beendet werden!

Der anti-armenische Krieg in Berg-Karabach führte zu einer humanitären Katastrophe:

  • Die Gas-, Strom- und Wasserversorgung wurde unterbrochen.
  • Zivile Einrichtungen wurden gezielt von Aserbaidschan und seinen pantürkischen Verbündeten angegriffen, darunter die Geburtsklinik von Stepanakert.
  • Zivilisten harrten in dunklen Kellern aus und starben durch Raketen.
  • Aserbaidschans Truppen und dschihadistische Söldner richteten gefangene armenische Zivilisten hin.
  • Von den einst rund 150.000 Einwohnern von Berg-Karabach haben 100.000 ihre Häuser und Wohnungen verlassen und flüchteten nach Armenien, das stark unter der Corona-Pandemie und wirtschaftlichen Problemen leidet.

Wir fordern in dieser Situation Heiko Maas (SPD), den Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, dringend auf, dafür zu sorgen, dass die Bundesrepublik Deutschland das Selbstbestimmungsrecht der christlich-armenischen Bevölkerung von Berg-Karabach anerkennt und dauerhaft schützt!

Deutschland soll die Republik Arzach/Berg-Karabach völkerrechtlich anerkennen, denn deren Unabhängigkeit hat ihre maßgebende völkerrechtliche Rechtsgrundlage im Prinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker, dessen Verwirklichung ausdrücklich als eines der „Ziele der Vereinten Nationen“ bestätigt ist (UNO-Charta).

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition zum Schutz der christlich-armenischen Bevölkerung von Berg-Karabach und zur völkerrechtlichen Anerkennung der Republik Arzach/Berg-Karabach durch Deutschland.


Weitere Informationen:

Die neue Eskalation des alten Krieges (CSI):
https://csi-de.de/artikel/die-neue-eskalation-des-alten-krieges/

Hintergründe der jüngsten Angriffe auf Berg-Karabach (CSI):
https://csi-de.de/artikel/hintergruende-zu-juengsten-angriffen-auf-berg-karabach/

Neuer Anlauf für Waffenruhe in Berg - Karabach (Tagesschau.de)
https://www.tagesschau.de/ausland/bergkarabach-waffenstillstand-101.html 

Der Waffenstillstand ist für Armenien bitter (Süddeutsche Zeitung)
https://www.sueddeutsche.de/meinung/armenien-tuerkei-aserbaidschan-russland-bergkarabach-1.5114699

+ E-Mail/Mitteilung an:

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition

 
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Selbstbestimmungsrecht von Berg-Karabach anerkennen!

Sehr geehrter Herr Außenminister Maas,

vom 27. September 2020 bis zum 10. November 2020 wurde die christlich-armenische Bevölkerung der De-facto-Republik Arzach/Berg-Karabach durch die Armee Aserbaidschans, einem assoziierten Mitglied der NATO, in einem blutigen Krieg angegriffen. Die Streitkräfte Aserbaidschans wurden von der Türkei, einem NATO-Partner, und dschihadistischen Söldnern aus Syrien unterstützt. Tausende Bewohner wurden aus ihren Häusern vertrieben, Hunderte wurden getötet. Teile Berg-Karabachs fielen an Aserbaidschan.

Seit Jahrhunderten sind die Armenier das Ziel von religiösen Säuberungen und von Gewalt. Man denke dabei an den verheerenden Genozid an Armeniern und anderen Christen im Osmanischen Reich und die gezielte Verfolgung von Armeniern in Aleppo durch Dschihadisten während des Syrienkrieges.

Die armenischen Christen von Berg-Karabach durchleben jetzt eine weitere Episode dieses Völkermords. Zivile Einrichtungen des De-facto-Staates Arzach/Berg-Karabach wurden gezielt von Aserbaidschan und seinen pantürkischen Verbündeten angegriffen, darunter die Entbindungsklinik in Stepanakert. Zivilisten starben durch Raketen. Aserbaidschans Truppen töteten gefangene armenische Zivilisten. Von den einst rund 150.000 Bewohnern von Berg-Karabach haben 100.000 ihre Häuser und Wohnungen verlassen und flüchteten nach Armenien.

Deutschland darf gegenüber diesem Genozid auf Raten nicht passiv bleiben und muss aus seiner Geschichte lernen. Das Deutsche Kaiserreich war im Ersten Weltkrieg der engste Verbündete des Osmanischen Reiches. Aus Dokumenten im Auswärtigen Amt in Berlin geht hervor, dass das Kaiserreich nicht nur von den Massakern an Armeniern vor 100 Jahren gewusst hat, sondern diese bewusst vertuschte. Die Reichsregierung unternahm damals trotz ihres Einflusses in Konstantinopel nichts, um die Gräueltaten zu stoppen.

Herr Außenminister Maas, aufgrund dieser besonderen historischen Verantwortung fordere ich Sie auf, Verantwortung für das Überleben und die Sicherheit der armenischen Bevölkerung von Berg-Karabach zu übernehmen und ihr Selbstbestimmungsrecht zu garantieren. Die Unabhängigkeit der Republik Arzach/Berg-Karabach hat ihre maßgebende völkerrechtliche Rechtsgrundlage im Prinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker, dessen Verwirklichung ausdrücklich als eines der „Ziele der Vereinten Nationen“ anerkannt ist (Art. 1 Nr. 2; Art. 55 UNO-Charta).

Bitte setzen Sie sich als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland unverzüglich für die völkerrechtliche Anerkennung der Republik Arzach/Berg-Karabach durch Deutschland ein.

[Ihr Name]

Selbstbestimmungsrecht von Berg-Karabach anerkennen!

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9.435 Personen haben bereits unterzeichnet. Helfen Sie bitte mit, 10.000 Unterschriften zu erreichen.